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ottim Metall GmbH

WIG-Schweißen

Wenn Sie das lesen, brauchen Sie höchstwahrscheinlich Blech- und Metallbauteile zu besten Konditionen in höchster Qualität? Lassen Sie uns sprechen oder bestellen Sie direkt individuelle Blechteile online!

Bei ottim können wir Werkstücke aus nahezu allen Metallen mit verschiedenen Schweißverfahren fügen. Neben den bekannten Techniken besonders WIG-Schweißen, aber auch MIG- und dem MAG-Schweißen sowie Laserschweiß-Projekten haben wir Expertise.

Was ist WIG-Schweißen?

Das Wolfram-Inertgas-Schweißen (WIG-Schweißen) ist der Gruppe der Schmelzschweißverfahren zuzuordnen. Mit dem WIG-Schweißen wird eine dauerhafte Verbindung zwischen zwei oder mehr Werkstücken hergestellt. An der Verbindungsstelle der beiden Werkstücke wird Werkstoff geschmolzen um die beiden Teile zusammenzufügen. Als Elektrodenmaterial wird reines oder legiertes Wolfram eingesetzt. Die Elektrode selbst bleibt beim Schweißprozess erhalten. Ein inertes Gas wird als Schutz vor Umwelteinflüssen eingesetzt. Von einem inerten Gas wird gesprochen, wenn ein Gas nicht an chemischen Vorgängen beteiligt ist. Beim WIG-Schweißen wird meist Argon, Helium oder deren Gemische als Inertgas verwendet.

Wie funktioniert WIG-Schweißen?

Vor dem Schweißprozess muss das Werkstück frei von Rost, Fett, Schmutz und Farbe sein. Hierfür ist es notwendig, dass die Oberfläche vorbehandelt wird, damit diese metallisch blank ist. Das Werkstück liegt auf einer Werkbank und ist durch eine Klemme mit einem Schweißgerät, das als Stromquelle dient, verbunden. Über das Schweißgerät kann die Stromstärke geregelt werden. Die Wolfram-Elektrode ist temperaturbeständig und schmilzt deshalb im Prozess nicht ab. Für den Schweißvorgang wird ein weiterer Schweißzusatz benötigt. Hierfür wird ein Schweißdraht oder –stab verwendet. Werden die Elektrode und der Schweißdraht zum Werkstück herangeführt, dann entsteht ein Lichtbogen. Dieser ist so heiß, dass der Werkstoff des Werkstücks und der Schweißzusatz (Draht oder Stab) geschmolzen werden. Sobald die notwendige Schweißnaht zum Fügen der Werkstücke erstellt wurde, kann das verbundene Werkstück abkühlen.

Wofür wird WIG-Schweißen eingesetzt?

Da die Schweißnaht beim WIG-Schweißen im Vergleich zu anderen Schweißarten sauberer ist, wird WIG-Schweißen angewendet, wenn die Anforderungen an Qualität und Optik der Schweißnaht hoch sind. Unter anderem wird WIG-Schweißen in nachfolgenden Gebieten angewendet:

Stahlbau

  • Luft- und Raumfahrttechnik
  • Rohrleitungs- und Apparatebau
  • Medizintechnik
  • Fahrradrahmenbau
  • Geländerbau

Was muss beim WIG-Schweißen beachtet werden?

Wie oben bereits beschrieben, muss die zu schweißende Stelle an den Werkstücken vorbehandelt werden, damit diese metallisch blank ist. Das Inertgas ist sehr anfällig gegen Luftströmungen und Wind. Es ist daher wichtig, dass der Arbeitsplatz windgeschützt ist. Weiterhin ist wichtig, dass die richtige Stromstärke eingestellt wird. Die benötigte Stromstärke ist abhängig von der Dicke und des Werkstoffs der Werkstücke. Da beim Schmelzprozess wenig bis gar kein Rauch entsteht, wird kein Abzug benötigt. Allerdings sollte nach dem Schweißen der Arbeitsraum gut gelüftet werden. Als persönliche Sicherheitsausrüstung sind ein Schweißerhelm, feuerfeste Handschuhe und eine Schweißschürze beim WIG-Schweißen Pflicht.

Vor- und Nachteile von WIG-Schweißen

Den zahlreichen Vorteilen stehen beim WIG-Schweißen auch einige Nachteile gegenüber. In der nachfolgenden Tabelle ist ein Überblick über die Vor- und Nachteile dargestellt:

Vorteile

Nachteile

  • Keine Bildung von Schweißspritzern
  • Optisch hochwertige Schweißnähte
  • Keine oder nur geringe Schlackebildung
  • Geringe Materialverformung
  • Für sehr viele Schweißpositionen geeignet
  • Hohe Schweißnahtqualität
  • Geringe Schweißgeschwindigkeit
  • Hoher Einarbeitungsaufwand 
  • Werkstück muss vorbereitet werden (Rostentfernung)
  • Ungeeignet für große Werkstückdicken
  • Hoher Energieverbrauch
  • Ungeeignet für Verwendung im Freien aufgrund von Windanfälligkeit des Inertgases

Unterschiede zu MIG- und MAG-Schweißen

Die drei Schweißarten WIG-, MIG- und MAG-Schweißen sind sehr wahrscheinlich die am häufigsten genutzten Schweißarten [Hier könnte die beiden anderen Texte über MIG und MAG als Hyperlinks eingefügt werden]. Die Gemeinsamkeit der drei Schweißarten ist die Verwendung eines Gases als Zusatz beim Schweißprozess. Während bei WIG- und MIG-Schweißen ein Inertgas (z.B. Argon oder Helium) verwendet wird, kommt beim MAG-Schweißen ein Aktivgas zum Einsatz. Ein Aktivgas nimmt gezielt Einfluss auf die Parameter beim Schweißprozess. Hier wird vor allem reines Kohlenstoffdioxid eingesetzt. Teilweise werden auch Argon und Sauerstoff als Zusatz hinzugemischt. Das Inertgas beim WIG- und MIG-Schweißen nimmt keinen Einfluss und dient lediglich dem Schutz des Schweißprozesses. Ein weiterer Unterschied ist die Führung des Schweißzusatzes. Beim WIG-Schweißen wird der Schweißzusatz extern zugefügt. Dieser wird mit der zweiten Hand gehalten und dem Schweißprozess hinzugegeben, da die Wolfram-Elektrode nicht abschmilzt. Beim MIG- und MAG-Schweißen wird der Schweißzusatz in Form von Draht direkt mit im Schweißbrenner geführt. Der Draht dient als Elektrode und schmilzt während des Schweißprozesses ab. Mit dieser Technik sind beim MIG- und MAG-Schweißen somit längere Schweißnähte möglich als beim WIG-Schweißen. Auch besteht die Möglichkeit des Einhandschweißens. Für Anfänger ist das MIG- und MAG-Schweißen somit schneller und einfacher zu erlernen als das WIG-Schweißen.